And the Jugend-
filmpreis goes to...

Gewinner des 10. Wettbewerbs um den Jugendfilmpreis 2013

Ein wahrer Preisregen für die Teilnehmer des 10. Wettbewerbs um den Jugendfilmpreis: 'Momentum' von Alexander Bergmann aus Überlingen wurde als Bester Film und Bestes Drehbuch ausgezeichnet. Für die Beste Ensembleleistung nahm 'SOKO Beihingen'-Macher Julian Däuble aus Haiterbach-Beihingen einen Preis entgegen. Die Beste schauspielerische Leistung sprach die Jury Laurenz Lerch aus Heimkirchen zu. Kristian Stamenkovic und Roman Motsa aus Stuttgart bekamen für 'Georg Elser – Das Attentat' den Preis für den Besten Dokumentarfilm. Philipp Westerfeld aus Stuttgart holte mit 'joindiggapartybus<3' den Preis Bester Schnitt. Timo Kolb, Jonathan Müller und Julian Dieterich aus Stuttgart holten sich mit 'hatter' den Preis für Beste VFX/Design. Simon Straetker, Sven und Manuel Löffler aus Löffingen gewannen mit 'H2Ochschwarzwald' den Preis Beste Kamera.

Katholischer Jugendmedienpreis

Die Katholischen Jugendmedienpreise, vergeben durch das Bischöfliche Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart, gingen in der Kategorie 13 bis 15 Jahre an den Film 'neunundneunzigkommaneun' von der Video AG der Oscar-Paret-Schule in Freiberg, in der Kategorie 16 bis 19 Jahre an 'Er, Sie, Es' von Anja Gurres, in der Kategorie 20 bis 27 Jahre an 'Meyer' von Sascha Quade.

VVS-Preis ‚Goldene Orange’

Erstmals wurde im Rahmen des Jugendfilmpreises der VVS-Preis 'Goldene Orange' vergeben. Die beiden Regisseure Sarah Kunst und Tilo Hensel aus Aidlingen machten mit ihrem Film 'Verpasst' das Rennen. Der Sonderpreis für den besten Werbespot ging an 'VVS verbindet' von Julian Körrenz aus Eberdingen.

Die Jurybegründungen 

BESTER FILM: 'Momentum' – Alexander Bergmann

"Leidenschaft und Erfolg sind die Antriebe der zwei jungen Charaktere in Alexander Bergmanns Film 'Momentum'. Beide Protagonisten verlieren sich ineinander und lernen damit den Augenblick im Hier und Jetzt zu leben. Mit reduzierten, starken Bildern sowie einer prägnanten, stimmigen Montage wird diese Geschichte einer Annäherung von Alexander Bergmann auf ruhigem und durchaus selbstbewusstem Erzählniveau beschrieben. In Form und Stil eine gelungene Umsetzung, die Film zu Kino macht."

BESTES DREHBUCH: 'Momemtum' – Alexander Bergmann

"Ein junger Mann und eine junge Frau. Zwei Protagonisten im einsamen Wettbewerb der Anforderungen an sich selbst. Beide nähern sich im Dialog aus verschiedenen Polen an, erfahren damit den Anderen aber auch sich selbst neu. Mit kurzen und kräftigen Strichen zeichnet Alexander Bergmann eine kluge Geschichte von der intellektuellen Begegnung eines Paares, das eine geistige Reifung durchmacht." 

BESTE ENSEMBLELEISTUNG: 'SOKO-Beihingen' – Julian Däuble

"Authentisch, witzig, spannend und nach großen Vorbildern. Dieses Ensemble hat Zukunft und beweist als Team großes Engagement in der Umsetzung und das richtige Gespür für das Genre vor der Kamera. Gemeinsam ziehen alle Beteiligten den Zuschauer in ihren Bann. Im unaufgeregten Zusammenspiel und in den hervorragenden Dialogen werden Vertrautheit und Freundschaft aller Beteiligten untereinander deutlich. Dieses junge Ensemble beweist, dass Teamwork und Kommunikation herausragende Eigenschaften sind, die gegenseitig beflügeln und zu einem tollen 'Produkt' führen."  

BESTE SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG: 'Veikko' – Laurenz Lerch

"Seine Ausstrahlung, Mimik und Gestik blieb allen Jurymitgliedern, auch nach vielen Filmstunden, nachhaltig im Gedächtnis. Feinfühlig und charmant füllt er seine Rolle mit Leben und lässt den Zuschauer intensiv an seinen Gefühlen teilhaben. In kurzer Spielzeit beeindruckt er mit einer souveränen und professionellen Performance vor der Kamera. Durch das hervorragende Zusammenspiel aller Schauspielpartner, berührt diese Kurzgeschichte den Zuschauer ungemein - Laurenz Lerch trägt dazu in hohem Maße bei. Ein echter 'Charakterkopf' von dem wir in Zukunft sicherlich noch mehr sehen werden." 

BESTER DOKUMENTARFILM: 'Georg Elser - Das Attentat' – Kristian Stamenkovic und Roman Motsa

"Dieser Film schafft den Spagat zwischen Dokumentation und Spielfilm in hervorragender Weise. Historische Tatsachen werden in ein Spielfilmformat eingebettet und vermitteln dem Zuschauer das Gefühl, direkt am Schicksal des Protagonisten teilzuhaben. Drehorte, Requisite, Kostüme und Maske erzeugen eine Authentizität, die die Jury, in Kombination mit der Rollendarstellung der Schauspieler, sehr beeindruckte. Die intensiven historischen Recherchen und die Auseinandersetzung mit dem Thema werden hier in besonderem Maße deutlich. Ein Film der zum Nachdenken anregt und dazu führt, dass man sich intensiver mit den Beweggründen und dem Schicksal von Georg Elser auseinander setzen möchte." 

BESTER SCHNITT: 'Joindiggapartybus' – Philipp Westerfeld

"Vier Junge Menschen im Auto auf dem Weg zu einer Party – trotz dieses klaustrophobischen Rahmens gelingt es Philipp Westerfeld mithilfe des Schnitts, einen Kurzfilm zu gestalten, der diese selbst gesetzten Grenzen weit hinter sich lässt. Er beherrscht die Kunst des Filmschnitts – das Gespür für Erzählfluß und Zäsur – meisterhaft und schafft damit einen Erzählrhythmus, in dessen gekonntem Wechselspiel von Schwarzweiß und Farbe, von subjektiver und objektiver Kamera sich ein ebenso realistisches wie spannendes Drama entfaltet, dessen gebannte Zeugen wir werden." 

BESTE VFX/DESIGN: 'Hatter' – Timo Kolb, Jonathan Müller, Julian Dieterich

"Mit den aufwendigen, handwerklichen Mitteln des klassischen Stoptricks und viel Fantasie erzählen die drei Filmemacher eine rührende Parabel, die – wie alle großen Geschichten – ihre Komplexität hinter einer scheinbar einfachen Fassade verbirgt. Die Freude am Erzählen und der erfrischend kreative Umgang mit Technik und Werkstoffen erwecken die wunderbar kauzige Figur des Hutmachers und seine Welt zum Leben und nehmen den Zuschauer unweigerlich gefangen. Liebevoll bis ins kleinste Detail blitzen hier und dort die Spuren ihrer großen Vorbilder durch, denen sich die Filmemacher mit diesem Werk sehr schnell annähern."

BESTE KAMERA: 'H2Ochschwarzwald' – Simon Straetker

"Simon Straetker gelingt das große Kunststück, die Natur in ihrer ganzen Schönheit einzufangen und ihre Faszination für den Betrachter im Kino wieder erlebbar zu machen. In allen Einstellungen des Filmes spürt man die enge Verbundenheit des jungen, äußerst engagierten Filmemachers mit der Umwelt, und er lässt uns durch seine Kamera an diesem Gefühl teilhaben. Hier ist ein unglaublich talentierter Beobachter am Werk, der sein Handwerk schon jetzt, zu Beginn seiner Karriere, perfekt beherrscht – er entfaltet einen magischen Bilderbogen, der den Zuschauer augenblicklich verzaubert."

 

Jurybegründungen VVS-Preis 'Goldene Orange' 2013 

VVS-Preis 'Goldene Orange' 2013: 'Verpasst' – Sarah Kunst und Thilo Hensel

"Wie schön kann es sein – eine S-Bahn zu verpassen! Ganz ohne Worte gelingt es Sarah Kunst und Tilo Hensel in nur drei Minuten und zwei Sekunden eine Liebesgeschichte zu erzählen. Es gelingt ihnen, weil sie als Autoren alltägliche Situationen wie eine S-Bahn-Fahrt gut beobachtet haben, weil sie als Regisseure ihre Schauspieler so inszeniert haben, dass man sofort mit ihren Figuren fühlt, weil sie stilsicher ihre Kamereinstellungen ausgewählt und ihren Film mit rhythmischem Feingefühl zur Musik geschnitten haben. Er sitzt in der S-Bahn. Ihm gegenüber ein Mädchen und sie gefällt ihm. Er traut sich sie anzusprechen. Doch sie hört ihn nicht. Wie schade! Denn er gefällt auch ihr! –Später verpassen sie ihre S-Bahn: zusammen! Wie schön kann es sein – eine S-Bahn zu verpassen!" 

VVS-Preis 'Goldene Orange' 2013 – SONDERPREIS: 'VVS verbindet' – Julian Körrenz

"'So verschieden diese Menschen auch sind, sie haben alle etwas gemeinsam: Sie fahren mit den Bussen und Bahnen des Verkehrsverbundes Stuttgart.' Julian Körrenz hat sich zum Ziel gesetzt diese Aussage in einem Werbespot umzusetzen und es ist ihm auf überzeugende Weise gelungen! Von den äußersten Regionen des Verkehrsverbundes bis in die Stuttgarter Innenstadt nutzen junge und alte Menschen, von verschiedener Hautfarbe und aus unterschiedlichen Berufen alle die Busse und Bahnen der VVS. Diese Verbindung der Menschen durch den Verkehrsverbund zu symbolisieren gelingt Julian Körrenz durch ein animiertes Band in der VVS-Farbe Orange, das Gebäude und Menschen umschlängelt und so optisch sichtbar zusammen bringt."

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